<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>mehriran.de</title>
		<link>http://www.mehriran.de/</link>
		<description></description>
		<language>de</language>
		<image>
			<title>mehriran.de</title>
			<url>http://www.mehriran.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif</url>
			<link>http://www.mehriran.de/</link>
			<width>18</width>
			<height>16</height>
			<description></description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Tue, 21 Feb 2012 23:56:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Neue Paradigmen für einen zukünftigen Iran</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///neue-paradigmen-fuer-ein-zukuenftiges-iran/</link>
			<description>Impulsreferat von Dr. Mostafa Azmayesh bei der Konferenz &quot;Iran - Land der Vielfalt. Konsequenzen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dieser Beitrag wird sehr kurz werden, denn wir ziehen anschließend einen Dialog mit dem geschätzten Publikum vor.
In der sogenannten arabischen Welt gab es in letzter Zeit verschiedene Revolutionen und sie alle unterscheiden sich grundlegend von dem, was im Iran vorgeht. Immerhin könnte der &quot;Arabische Frühling&quot; durch die breiten Proteste nach den Präsidentschaftswahlen 2009 im Iran inspiriert worden sein.<br />&nbsp;In der &quot;Arabischen Welt&quot; suchen große Teile der Freiheitsbewegung wie die Muslimbrüder nach Freiheit im Rahmen einer Religion. Im Iran sehnt sich die Bürgerbewegung gegen das Regime nach Freiheit außerhalb der Begrenzungen einer Religion.&nbsp;
Für eine solche Freiheit im Iran braucht es eine Garantie, die nur ein neuer Verfassungstext absichern kann. Ein zukünftiges Iran bedarf einer Verfassung, die der Realität dieses Landes der Vielfalt Rechnung trägt. Eine zukünftige Verfassung muss die Grundrechte eines jeden Bürgers und jeder Bürgerin in Iran garantieren.
Die derzeitige Verfassung erwähnt drei religiöse Gruppen (Juden, Zoroastrier und Christen) die als &quot;schützenswert&quot; betrachtet werden, während zum Beispiel Ahl-e hagh oder Sunniten nicht anerkannt sind und auch ihre Traditionen nicht ausüben dürfen., da sie in der Verfassung keine Erwähnung finden.
Ich vermeide es bewusst den Begriff Minderheiten zu verwenden, denn die Statistiken des Regimes über die Anzahl und Verteilung der verschiedenen Völker und religiösen Gruppen im Iran sind keineswegs verlässlich. Wer über Minderheiten spricht, sollte wissen welche Mehrheit er meint.&nbsp;<br />&nbsp;Viele Iraner verbergen ihren wahren Glauben aus Furcht vor Verfolgung oder vor diversen beruflichen und sozialen Nachteilen und Vorbehalten durch das Regime. Das System stützt sich auf eine Interpretation des schiitischen Islam und erklärt kurzerhand seine Bevölkerung sei zum überwiegenden Teil schiitisch.
Ich gebe nur zwei Beispiel zum Umgang mit Andersgläubigen.
Mehdi Emadi schrieb vor wenigen Jahren ein Buch gegen Derwische mit voller Unterstützung des Ministeriums für Islamische Führung. Er schrieb darin manche Anschuldigung und Drohungen, unter anderem steht da: &quot;Falls sich die Leute nicht zum Schiismus &nbsp;bekennen, sollten sie froh sein, wenn sie einen Pass erhalten, um das Land zu verlassen.&nbsp;<br />&nbsp;Ein Prediger namens Daneshmand sagte außerdem vor kurzem: &quot;Falls eine sunnitische Familie mehr als 2 Kinder hat, sollten die zusätzlichen Kinder keinen Personalausweis bekommen.&quot;
Mit der alten Verfassung kommen wir nicht in einen zukünftigen Iran. Diese Verfassung trägt der Wirklichkeit der Vielfalt im Iran nicht Rechnung.
Vielmehr gilt es dieses alte Paradigma zu überwinden: &quot;Ich habe Recht und toleriere dich!&quot; Das neue Paradigma wird Iran weiterbringen: &quot;Wir sind alle unterschiedlich, aber wir haben gleiche Rechte.&quot;
Die Notwendigkeit der Gegenwart ist es sich auf die Zeit nach dem Sturz des Regimes im Iran vorzubereiten, damit die Revolution der Bürgerinnen und Bürger im Iran nicht ein weiteres Mal in die Hände von Opportunisten fällt. Ein Weg der Bevölkerung zu ihrem Selbstbestimmungsrecht zu verhelfen ist ein allgemeines Referendum über die Form des Systems im Iran. Das ist die Chance für alle Iraner und Iranerinnen ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und den Rahmen für die ersehnte Freiheit zu schaffen.
Danke.]]></content:encoded>
			<category>_Politik &amp; Gesellschaft</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 23:56:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Besuch bei den Christen und anderen Minderheiten im Irak </title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///besuch-bei-den-christen-und-anderen-minderheiten-im-irak/</link>
			<description>Während meiner Irakreise Ende Januar/Anfang Februar 2012 führte ich unter anderem Gespräche mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die seit 2003 fortgesetzte brutale Gewalt gegen Christen im Irak führte dazu, dass die Mehrheit der Christen den Süd- und Zentralirak verlassen hat. Mindestens 400.000 Christen verließen den Süd- und Zentralirak. Nur im autonomen Bundesstaat Kurdistan genießen irakische Christen Sicherheit, Glaubensfreiheit und Nationalitätenrechte. Ein Leben in Sicherheit für die christlichen Minderheiten außerhalb der autonomen Region Kurdistan und außerhalb der von ihren Milizen geschützten angrenzenden Niniveh-Ebene scheint nicht mehr möglich zu sein.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br />Eine Ausnahme stellten die gewaltsamen Ausschreitungen der kurdischen Islamisten vom 2. Dezember 2011 in der Provinz Duhok dar. Durch diese Exzesse der Islamisten waren Angehörige der Minderheiten stark beunruhigt. Ein radikaler islamistischer Mob hat damals Geschäfte und Einrichtungen von Christen sowie von kurdischsprachigen Yeziden angegriffen. Die Geschäfte, in denen auch Alkohol verkauft wurde, mehrere Massagepraxen und ein Salon eines Damenfriseurs in der Ortschaft Zakho in der Provinz Dohuk und der Stadt Smel wurden nach dem muslimischen Freitagsgebet demoliert. Dabei wurden 37 Menschen, überwiegend Polizisten, verletzt. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br /><b>Bartalla – Die uralte syrisch-orthdoxe Stadt</b>&nbsp;<br />Am 3. Februar begleitete ich den Leiter der Generaldirektion für aramäische (Suryani) Sprache und Kultur und Beiratsmitglied der GfbV-Sektion Kurdistan/Irak Dr. Saadi Almaleh nach Bartalla. Dort nahmen wir an einer Trauerfeier (40 Tage nach dem Tod) für den syrisch-orthodoxen Bischof Ishak Sako teil. Ishak Sako war eine führende Persönlichkeit der syrisch-orthodoxen Kirche.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br />Vor der Trauerfeier sprach ich mit Vertretern der zivilen Gesellschaft in Bartalla. Bartalla liegt 20 km östlich von Mossul. In dieser überwiegend von syrisch-orthodoxen Christen bewohnten Ortschaft leben etwa 30.000 Einwohner. Durch den Zugang der Flüchtlinge aus dem arabischen Irak stieg die Anzahl der Bevölkerung in den letzten Jahren sehr stark. Vor 2003 lebten dort etwa 20.000 Menschen. Bartalla ist eine uralte syrisch-orthodoxe Stadt. Lange Zeit war sie nur von Christen bewohnt. Etwa 20% sind syrisch-katholische Christen, der Rest gehört der syrisch-orthodoxen Kirche an. Sie alle sprechen Aramäisch. In den letzten Jahren siedeln sich hier auch Angehörige der Shabak-Minderheit an. Die Shabak sind mehrheitlich schiitische Muslime und sprechen einen kurdischen Dialekt. Auch die Shabak mussten vor Terroranschlägen aus Mosul fliehen.
<img src="uploads/RTEmagicC_BartallaGfbV.jpg.jpg" width="300" height="225" alt="" /><br />Kamal Sido in Bartalla
&nbsp;&nbsp;<br />Bartalla wurde im 2. Jahrhundert christianisiert, im Jahre 610 fand der Anschluss an die syrisch-orthodoxe Kirche statt. Ab 1153 wurde Bartalla zu einem wichtigen Zentrum der Christen in der Region. Es befinden sich mehrere teilweise zerstörte Kirchen in der Stadt: Mar Shmony Kirche (Taufbecken aus dem Jahr 1343), Jungfrau Maria Kirche (errichtet 1890), Mar Giwargis Kirche (erbaut 1939), Al-Sayida Kirche (komplette Zerstörung 1934), Ber Nagara Monastery (erbaut 1285, zerstört 1653, nur noch Ruinen übrig), Mar Aho Dama Kirche (erbaut 1153, Zerstörung 1386). Es befinden sich außerdem drei Klöster in der Nähe: Mar Giwargis (1701), das Kloster der 40 Märtyrer und Mar Youhanna, nördlich der Stadt.&nbsp;
<img src="uploads/RTEmagicC_Bartalla_WuerdentraegerGfbV.jpg.jpg" width="300" height="225" alt="" /><br />Christliche Würdenträger in Bartalla, Irak
&nbsp;&nbsp;<br />Bartalla wird von kurdischen Sicherheitskräften sowie von einer christlichen Miliz geschützt. Durch die starke Ansiedlung der Muslime, vor allem Shabak, befürchten die Christen eine Änderung der demografischen Zusammensetzung der Stadt. Viele Christen fühlen sich durch die Muslime in die Enge getrieben. In den letzten Jahren hat sich eine Initiative zum Schutz des kulturellen Erbe der Stadt gegründet. In dieser Initiative sind Repräsentanten nahezu aller politischen und kirchlichen Strömungen vertreten. Die Initiative hat zum Ziel, die bestehenden Eigentumskonflikte mit Angehörigen der Shabak-Minderheit friedlich zu lösen. Hiebei wünschen sich die Menschen in Bartalla auch eine Unterstützung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br /><b>Die Yeziden von Bashik &amp; Bahzani&nbsp;</b><br />In Bartalla habe ich auch eine Delegation der Yeziden aus Bashik &amp; Bahzani getroffen. In der Provinz Ninawa (Mosul) werden auch Yeziden seit 2003 immer wieder Ziel von Terroranschlägen durch islamische Extremisten. Die beiden Dörfer Bashik &amp; Bahzani spielen in der Geschichte der Yeziden eine nicht unbedeutende Rolle. Die yezidischen Geistlichen, die „Qewals“, die jährlich zu ihren Glaubensschwestern und Brüdern in allen Siedlungsgebieten der Yeziden im Irak, Syrien, der Türkei sowie in die Ex-UdSSR wandern, stammen aus Bashik &amp; Bahzan. Die Aufgabe der „Qewals“ besteht darin, die Qewls (religiöse Gedichte, Erzählungen und Lobhymnen) und die Di‘a (Gebete) auswendig zu lernen und an die Yeziden weiterzugeben.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br /><img src="uploads/RTEmagicC_YesidenBei_Mossul_GfbV_01.jpg.jpg" width="300" height="225" alt="" /><br />Kamal Sido mit Vertretern der Yesiden
<b>Arbil und der christliche Vorort Ankawa</b>&nbsp;<br />Durch Neubaugebiete droht Ankawa heute in der kurdischen Metropole Arbil gänzlich zu verschwinden. Hier leben 25.000 bis 40.000 Einwohner. In den Neunzigern lebten hier nur etwa 8.000 Einwohner. Die Bevölkerungszahl nahm stark zu, nachdem sich immer mehr christliche Flüchtlinge aus Bagdad oder Mosul hier ansiedelten. Ferner dient Ankawa als „Durchgangsstation“ für Flüchtlinge nach Europa. Ankawa ist nahezu komplett von Christen bewohnt. Es befinden sich in der Stadt mehrere Kirchen und Kapellen. Älteste Kirche ist die Kirche von Mar Gourgis, die 816 gebaut wurde. Gegründet wurde Ankawa im 2. Jahrhundert durch Apostel Thomas.&nbsp;<br />Als ein Stadtteil von Arbil wird Ankawa von kurdischen Sicherheitskräften geschützt. Da auch viele ausländische diplomatische Vertretungen hier beheimatet sind, sind die Sicherheitsmaßnahmen hier im Vergleich zu anderen Regionen Kurdistans deutlich stärker. Ankawa ist der Sitz vieler politischer und kultureller Einrichtungen der christlichen Assyrer-Chaldäer-Aramäer.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br />Auch die Christen in Ankawa befürchten eine „Überfremdung“ durch das nicht mehr aufzuhaltende Wachstum von Arbil. Die Ansiedlung von Menschen von außerhalb (Christen und Muslime) könnte sehr bald dazu führen, dass Ankawa sein historisches und einzigartiges Gesicht für immer verliert. Aus diesem Grunde sollten die Baugenehmigungen nur dann erteilt werden, wenn die Bevölkerung dem zugestimmt hat. Auch der Ausbau des internationalen Flughafens von Arbil darf nicht auf Kosten der Ländereien von Ankawa vorangetrieben werden. Die Eigentümer sollten ausreichend entschädigt werden. Außerdem sollte der Zuzug nach Ankawa nicht unkontrolliert ausgedehnt werden. Die Regionalregierung Kurdistan muss daher gemeinsam mit Vertretern der zivilen Gesellschaft in Ankawa die weitere Entwicklung der Ortschaft abstimmen.&nbsp;<br />Eine Initiative zum Schutz von Ankawa hat bereits einen ersten Erfolg erzielt, indem das Bauprojekt der sogenannten &quot;Vier Türme&quot; (ein Hotelkomplex) am 16.1.2012 von der Regionalregierung gestoppt wurde.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br /><b>Sulaimaniya – Die „Braut von Kurdistan“</b>&nbsp;<br />Vor Bartalla und Ankawa besuchte ich am 31. Januar auch die kurdische Stadt Sulaimaniya. Diese Stadt im äußerten Nordwesten von Irakisch-Kurdistan wird wegen ihrer Schönheit und Sauberkeit von vielen Menschen als die &quot;Braut von Kurdistan&quot; bezeichnet. Mit dem GfbV-Beitratmitglied Dr. Yousuf Dzai und Muhammad Hamo, einem im Irak lebenden syrischen Kurden, fuhren wir über Kirkuk in den Nordosten. Bereits am frühen Morgen setzte ein starker Regen ein. Auf der Straße zwischen Kirkuk und Sulaimaniya wurden wir von heftigen Schneefällen überrascht. Da unser Fahrzeug&nbsp;&nbsp;keine Winterreifen und Schneeketten hatte, konnte es sich nur schwer fortbewegen.&nbsp;<br />In Sulaimaniya angekommen suchten wir die chaldäische Kirche Mar Yousuf auf. Dort sprachen wir mit einem chaldäisch-katholischen Priester aus Kirkuk, der seinen Dienst erst vor einigen Wochen in Sulaimaniya aufgenommen hat. Der Priester kümmert sich um die etwa 260 christlichen Familien (900 Personen) in der Stadt. Es sind vor allem Chaldäer, aber auch Angehörige anderer Kirchen. Die Kirche wird auch von sieben armenischen Familien besucht, die in der Stadt leben. Die Kirche organisiert ferner kulturelle Aktivitäten. Sie kümmert sich um Kinder, Kranke und Alte.&nbsp;
<img src="uploads/RTEmagicC_SuleaimaniyaMarYousouf_GfbV.jpg.jpg" width="300" height="225" alt="" /><br />Mar Yousuf&nbsp;&nbsp;
<br /><b>„Emna Soreke“, die Erinnerungsstätte in Sulaimaniya&nbsp;</b><br />In Sulaimaniya besichtigten wir ebenfalls das so genannte „Emna Soreke“, die „Zentrale des Schreckens“. Das war ein Baukomplex des irakischen Geheimdienstes. Von hier aus beherrschte das Regime Saddam Husseins die Stadt bis 1991. Nun ist der Baukomplex in eine Erinnerungsstätte umgewandelt worden. Die Räume, in denen die Gefangenen festgehalten wurden, sehen nahezu wie damals aus. Bestimmte Foltermethoden wurden mittels Skulpturen bildlich dargestellt. An den Wänden sind noch handschriftlich von den Gefangenen eingetragene kurze Aufsätze zu lesen. Ein junger Mann im Alter von 13 Jahren schreibt: „Mama, Papa, ich werde wahrscheinlich morgen früh abgeholt, ihr werdet mich nie wieder sehen…“&nbsp;&nbsp;<br />Die Erinnerungsstätte ist ein gemeinsames Projekt der Stadt und der Universität von Sulaimaniya.&nbsp;
<img src="uploads/RTEmagicC_EmnaSorekeGfbV_01.jpg.jpg" width="300" height="225" alt="" /><br />Folterszene in der Gedenkstätte Emna Soreke, Irak
<br />Ein schneller Besuch fand auch bei dem Radiosender „Nawa“ statt. Dieser sendet weltweit in zwei Sprachen, Kurdisch (Sorani &amp; Kurmanci) und Arabisch. Der Sender ist weitgehend unabhängig. Regelmäßig informiert der Sender auch über die GfbV-Arbeit für die Minderheiten im Nahen Osten.&nbsp;
&nbsp;&nbsp;<br />In Arbil nahm ich gemeinsam mit dem GfbV-Beiratsmitglied Dr. Yousuf Dzai an der Trauerfeier für die Opfer der Terroranschläge vom 1. Februar 2004 teil. Damals&nbsp;<br />sprengten sich in Arbil zwei als religiöse Würdenträger verkleidete Selbstmordattentäter in zwei Gebäuden der regierenden Kurdenparteien (Kurdische Demokratische Partei (KDP) und Patriotische Union Kurdistans (PUK)), zeitgleich in die Luft. Die Opferzahlen waren besonders hoch (56 Tote und 200 Verletzte) da Hunderte von Menschen gekommen waren, um zum islamischen Opferfest zu gratulieren.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp;<br />Am 1. Februar besuchte ich auch die turkmenischen Einrichtungen in Arbil. Dort traf ich unseren turkmenischen Freund Karkhi Najmeddin, der die „Turkmenische Demokratische Organisation“ führt. Die Turkmenen haben fünf Sitze im Regionalparlament. In Kurdistan existieren auch turkmenische Schulen, Zeitungen, Rundfunk und einige Fernsehstationen. Ferner existiert eine private türkische Universität, an der die Turkmenen in ihrer Muttersprache studieren können.&nbsp;
Quelle:&nbsp;<link http://www.gfbv.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Gesellschaft für bedrohte Völker</link>]]></content:encoded>
			<category>_Hintergrund</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 21:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Internationaler Tag der Derwische</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///internationaler-tag-der-derwische/</link>
			<description>Am Samstag, 25. Februar 2012, ab 19:00 Uhr.</description>
			<content:encoded><![CDATA[121 -&nbsp;Letztes Jahr war die Hauptveranstaltung im schwedischen&nbsp;Stockholm, in diesem Jahr fokussiert sich die Feier in Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks.
Das&nbsp;<b><link http://www.sufimusic-omid.com/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Sufi Ensemble Omid</link>&nbsp;</b>spielt Musik, die auf uralten Rhythmen basiert, welche von Magiern,&nbsp;Gnostikern und&nbsp;Sufis über Jahrhunderte weitergegeben wurden.
Die Veranstaltung findet im&nbsp;<b><i>Kulturhuset Indre By in Kopenhagen</i></b>&nbsp;statt.
Der Tag der Derwische wurde in Erinnerung an den Mut der Derwische im Iran&nbsp;vor 3 Jahren ins Leben gerufen. Im Februar 2009 zogen um 80.000 Derwische aus ganz Iran vor das Parlament in Teheran, um in einer Atmosphäre von Repression und Lähmung, gegen die zahlreichen Angriffe des Regimes auf Einrichtungen der Derwische und ihre Führungspersönlichkeiten zu protestieren und ein Ende zu verlangen.
Auch dieses Jahr wird der Tag der Derwische in Solidarität mit allen Menschen, die im Iran Verfolgungen, Ausgrenzungen, willkürlichen Verhaftungen, Folterungen und Hinrichtungen ausgesetzt sind, begangen.
Um 16:30 Uhr (MEZ) kann sich jeder für 121 Sekunden in Gedanken an einen friedlichen Weg zu Freiheit, Selbstbestimmung und Rechtssicherheit im Iran beteiligen.
Zu den Berichten der letzten Jahre:
http://nicsbloghaus.org/2011/02/10/der-tag-der-derwische/
http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Iran-aktuell/article6580210/Der-Tag-des-Derwischs-im-Iran.html]]></content:encoded>
			<category>_Aktionen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 21:26:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>KONZERT ZUM WELTFRAUENTAG mit der Band &quot;Nasrin&quot;</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///konzert-zum-weltfrauentag-mit-der-band-nasrin/</link>
			<description>Am Samstag, 10. März 2012, 20:00 bis 22:30, in der Black Box im Kulturzentrum Gasteig, München</description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<table cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr><td><p>Liebe Freunde,&nbsp;liebe Interessierte!</p><p><br />Wir freuen uns sehr, Euch anlässlich des Weltfrauentags 2012 zu einem inspirierenden Abend mit Musik- und Redebeiträgen einzuladen:<br />Geboren und aufgewachsen in Deutschland als Kind iranischer Eltern, spannt die Sängerin Nasrin Khochsima in ihrer Musik einen Bogen zwischen beiden Kulturen. Zusammen mit ihrer vierköpfigen Band lässt sie faszinierende, von Orient und Okzident inspirierte Klangwelten entstehen. Abgerundet wird diese wunderbar moderne Mischung durch poetische Texte auf Persisch, Aserbaidschanisch und Englisch. Damit ist Nasrin eine wahre Weltmusikerin.&nbsp;<br />Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, die so perfekt zu den am Jazz orientierten Kompositionen passt, zieht sie ihr Publikum immer wieder in den Bann: In der Münchner Olympiahalle trat die Musikerin bereits im Rahmen des Konzertes „Women‘s Voice“ vor dem Dalai Lama auf. Auch wirkte sie bei Mike Oldfields Album „Tres Lunas“ im Studio neben Sally Oldfield mit.<br />Am 10. März 2012 tritt Nasrin anlässlich des Weltfrauentags in der Black Box im Kulturzentrum Gasteig auf. Gewidmet ist der Abend der iranischen Frauenbewegung, die unter schwierigen Bedingungen ungebrochen hinter ihren Zielen und Forderungen steht. Zwei Expertinnen berichten über die aktuelle Lage der Bewegung nach den niedergeschlagenen Protesten gegen die Präsidentschaftswahl 2009 und zeigen Möglichkeiten für einen friedlichen Wandel im Iran auf.<br />Die Verknüpfung von musikalischem Genuss und persönlichen Reflexionen versinnbildlicht, dass die Stimme der Frauen von Bedeutung ist und ein echter Wandel nicht über ihre Köpfe hinweg stattfinden kann. Das Publikum wird ermutigt, sich jenseits von Klischees mit der Thematik zu befassen und voll Optimismus für eine solidarische Weltgemeinschaft<br />einzutreten.<br />Tickets: 15 Euro, ermäßigt 12 Euro, Vorverkauf über München Ticket, Tel. 0180 / 54 81 81 81 oder&nbsp;<a href="http://www.muenchenticket.de/" target="_blank" rel="nofollow nofollow">www.muenchenticket.de<br /></a><br />Band „Nasrin“: Nasrin Khochsima (Gesang), Alex Haas (Kontrabass), Wolfgang Wallner (Gitarre), Hadi Alizadeh (Tonbak, Daf ), Freddy Engel (Flöte, Saxophon, Nay)<br />Referentinnen: Turan Nazemi und Maryam Hekmatshoar, internationales Netzwerk „Solidarität mit den trauernden Müttern vom Laleh Park (Mourning Mothers)“<br />Wir bedanken uns für die Kooperation der Petra-Kelly-Stiftung und die Unterstützung des Kulturreferats der&nbsp;Landeshauptstadt München und freuen uns, auf Euer zahlreiches Erscheinen!<br />Herzliche Grüße,<br />Euer UNITED 4 IRAN – Bayern e. V. TEAM</p></td></tr></tbody></table></blockquote>]]></content:encoded>
			<category>_Aktionen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 20:43:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Seyed Khalil Alinejad - Wonderful Tar Music</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///seyed-khalil-alinejad-wonderful-tar-music/</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			<category>_Kultur</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 20:11:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>New paradigm for a future Iran needed</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///new-paradigm-for-a-future-iran-needed/</link>
			<description>This is a lecture held by Dr. Azmayesh at the conference &quot;Iran - country of diversities....</description>
			<content:encoded><![CDATA[We will keep our contribution short and rather focus on a dialogue with our precious audience subsequently.
There are many revolutions in the so called Arab world and their nature is totally different from what is going on in Iran. Nevertheless what came up as the so called &quot;Arab spring&quot; may have been inspired by the widespread protests after the presidential elections in Iran of 2009.&nbsp;<br />&nbsp;In the &quot;Arab-world&quot; it seems that large parts of the freedom movements like the Muslimbrothers seek for freedom in the frame of religion. In Iran the popular movement against the regime longs for freedom outside the limitations of religion. And there could be one strong guarantee for this freedom in Iran, which should be a juristic guarantee: the text of the constitution.<span style="">&nbsp;&nbsp;</span>Iran needs a constitution which is based on the reality of this countries diversities. It needs a new constitution which guarantees the fundamental rights to each individual in Iran.&nbsp;
The current constitution only mentions three religious groups (Jews, Zoroastrians and Christians), whereas for example Ahl-e-hagh or Sunnis are not recognized as they are not mentioned in the constitution.
I avoid using the term minorities because the statistics that are being provided by the regime on the numbers of various ethnic and religious groups are not at all trustable. If we want to talk about minorities we should know about any majority. Many Iranians hide their true beliefs for fear of persecution or various disadvantages and prejudices by the regime. The system is based on an interpretation of the Shiite Islam and therefore declares that its population is mainly Shiite.
Let's have two examples.&nbsp;
Mehdi Emadi wrote a book against Dervishes a few years ago with the approval of the Ministry of Islamic Guidance where you can read sentences like this: &quot;If you don't convert to Shiism you should better be happy if you receive a passport to leave the country.&quot; A preacher named Daneshmand recently said: &quot;If a Sunni family has more than 2 children, they should not be granted an ID card.&quot;
So with this old constitution a future Iran can not be formed. It does not correspond to the reality of the diversities in Iran.
In the same time the old paradigm must be overcome which says: &quot;I am right and I tolerate you.&quot; The new paradigm could say: &quot;We are different from each other but we have equal rights.&quot;
The necessity of the present time is to prepare for the time of the fall of the regime in Iran. If this step is not followed seriously the revolution of the citizens in Iran will fall into the lap of opportunists just for&nbsp;another time. One way to bring the possibility towards&nbsp;independence to the people in Iran is a popular referendum on the future system in Iran. It is the chance for all Iranians to work on the future of their country and to create a frame for the long time hoped for freedom.
Thank you.]]></content:encoded>
			<category>English</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 00:02:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Iran und der Arabische Frühling</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///iran-und-der-arabische-fruehling/</link>
			<description>Beitrag von Birgit Cerha bei der Konferenz &quot;Iran-Land der Vielfalt. Auswirkungen des Arabischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei meiner Lektüre iranischer Quellen stach mir vor wenigen Tagen ein Zitat des in Toronto lebenden iranischen Philosophen Ramin Jahanbegloo ins Auge: „Demokratie“, meint Jahanbegloo , „lässt sich (im Iran) nicht durch Krieg erreichen, denn eine durch Gewalt erzwungene Demokratie ist mit Niederlage gleichzusetzen. Je mehr wir in Gewaltlosigkeit schwitzen, desto weniger bluten wir in Gewalt.“
Ein Blick auf den Zustand der arabischen Welt ein Jahr nach Ausbruch des „Frühlings“ gibt Jahanbegloo in tragischer Weise recht. Die schockierende Schändung der Leiche des libyschen Diktators durch die freiheits- und angeblich so demokratiehungrigen Rebellen, die ihren Sieg über Gadafi dem Einsatz von Gewalt verdanken, erwies sich als düsteres Omen für die ersehnte Zukunft in Würde und Freiheit, die mit brutaler Folter der neuen Führer an ihren Gegnern begann. Der Weg der Gewalt in Libyen ist vorgezeichnet.
In Syrien schaffen es die Demokratie-Aktivisten angesichts des seit Monaten andauernden skrupellosen Mordens durch Assads Sicherheitskräfte nicht mehr, das Prinzip der Gewaltlosigkeit, das ihnen so wichtig erschien, aufrecht zu erhalten. Die Folge ist eine Katastrophe für ein Land, das sich selbst damit der Chance auf eine friedliche Zukunft für Jahre beraubt.
Der „arabische Frühling“ rückt immer weiter von seinem europäischen Vorbild ab, dem „Frühling der Völker“ nämlich, der 1848/49 als Folge der Französischen Revolution die Völker Mitteleuropas in seinen Bann gezogen hatte. Ganz ohne zentrale Koordination erhoben sich damals bürgerlich-revolutionäre Bevölkerungsschichten gegen die herrschenden Mächte und deren politische und soziale Strukturen. Der Weg zu demokratischen Systemen war damit geöffnet, wiewohl es bis zum Ziel noch viele Hürden zu überwinden galt. Der „Arabische Frühling“ begann in ähnlicher Weise. Ohne zentrale Koordination erhoben sich die Menschen in mehreren Ländern der Region gegen ihre absoluten und zutiefst korrupten Herrscher. Ihre zentralen Forderungen waren und sind überall dieselben: An erster Stelle steht die so lange mit Füßen getretene Würde. Sie inkludiert die Achtung des Individuums, Menschenrechte, Mitbestimmung, soziale Gerechtigkeit – Sehnsüchte, die auch die Iraner mit ihren arabischen Leidensgenossen teilen. Freilich ist das politische Umfeld von Land zu Land verschieden. Ob die von Demokratie-Aktivisten initiierten Rebellionen aber ihre Ziele erreichen können, wird unterdessen immer fraglicher.
Gebannt blickt der Iran seit einem Jahr auf dieses Erdbeben, das so völlig unerwartet Diktator nach Diktator in die Hölle schickte. Die Macht der unbewaffneten Völker hat das Gesicht der gesamten Region verändert. Prognosen über den Ausgang dieser Turbulenzen lassen sich nicht stellen, da die Rebellionen Spannungen und Konflikte &nbsp;gerade in einem Augenblick an die Oberfläche gespült haben, da sich die Menschen von den – so verhassten - traditionellen Methoden und Instrumenten befreit haben oder noch zu befreien suchen, Instrumente, die diese Spannungen seit Jahrzehnten – gewaltsam – unter Kontrolle hielten. &nbsp;Noch ist unklar, ob der „Arabische Frühling“ neue politische Systeme gebiert, die der Legitimität des Volkes jene zentrale Bedeutung einräumen, die die bisherigen Systeme den Menschen verwehrt haben.
<b>Was bedeuten diese Entwicklungen für den Iran?</b>
Führer und Anhänger der oppositionellen „Grünen Bewegung“ rühmen sich zweifellos mit Recht, durch ihre todesmutige Kampagne gegen die Manipulationen der Präsidentschaftswahl von 2009 den freiheitshungrigen Aktivisten in der arabischen Welt ein Beispiel gesetzt zu haben. Viele Iraner hofften wohl, die zunächst so erfolgreichen Rebellionen – nämlich in Tunesien und Ägypten – würden die brutal niedergedrückte „Grüne Bewegung“ zu neuem Leben erwecken. Genau diese Angst trieb Irans geistliche Herrscher zu dem Versuch, die Früchte des „arabischen Frühlings“ selbst zu ernten. Die „Urkraft“ aller Aufstände in der islamischen Welt, so doziert der „Geistliche Führer“ Khamenei, sei Khomeinis islamische Revolution von 1979. Ein „islamisches Erwachen“, das die Region nun erlebe, sei den epochalen Umwälzungen vor 33 Jahren im Iran zu danken. Von 700 Vertretern aus islamischen Ländern ließ sich Khamenei&nbsp; jüngst an der ersten „Internationalen islamischen Erweckungs-Konferenz“ in Teheran in dieser prophetischen Rolle als Vorkämpfer für Unabhängigkeit und Freiheit, wie er selbst betonte, feiern. Vertreter der syrischen Rebellen waren nicht geladen.
Der langfristige Einfluss der Revolution von 1979 lässt sich freilich nicht einfach leugnen. Zwar hatte die iranische Protestbewegung, dieses breite Spektrum von allen Schichten der Gesellschaft, keineswegs nach einem „islamischen Erwachen“ gerufen. Dennoch ist nach dem von Khomeini&nbsp; angeführten Sieg über den mächtigsten Militärherrscher des Orients der politische Islam in der überwiegend von nationalen und sozialistischen Idealen durchtränkten arabischen Welt der 70er Jahre weitgehend wieder salonfähig geworden.
Doch die islamischen Herrscher haben durch die daraufhin errichtete mit demokratischen Elementen&nbsp; garnierte theokratische Despotie und vor allem zuletzt durch die ungeheuerlichen Brutalitäten gegen gewaltlos protestierende Demonstranten nach den Wahlen 2009 Sympathie in der arabischen Welt vollends verspielt. Dies illustrieren deutlich Reaktionen aus Tunesien und Ägypten&nbsp; auf Khameneis Versuche, den „arabischen Frühling“ für sich zu vereinnahmen. So stellte Tunesiens Islamistenführer Rachid Ghannouchi bei seiner Heimkehr nach 20-jährigem Exil in Anspielung auf die triumphale Ankunft Khomeinis aus Paris 1979 in Teheran klar: „Ich bin weder Khomeini, noch Bin Laden.“ Auch die ägyptischen Moslembrüder, die nun stärkste politische Kraft am Nil, halten nichts vom Vorbild der islamischen Republik. Ägypten, so stellen Sprecher der Bewegung klar, erlebe eine demokratische und nicht eine islamische Revolution. Und sogar Al Azhar, das höchstes Zentrum sunnitischer Theologie, weist energisch Khameinis „Einmischung“ zurück und verurteilt scharf den Missbrauch des Islams und des Korans durch Irans geistliche Führer.
Auch an anderen Orten der Region blieb die Heuchelei der iranischen Herrscher nicht verborgen, so etwa, als Khamenei genau zu dem Zeitpunkt im Februar 2011 das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte in Bahrain gegen schiitische Demonstranten scharf verurteilte, als er zugleich seine eigenen Schergen auf friedlich protestierende Iraner schießen ließ
Wiewohl sich die islamischen Bewegungen der arabischen Welt im Laufe der Jahre gemäßigt haben, stehen sie nun vor ihrem entscheidenden Glaubwürdigkeitstest. Werden sie im Rausch der endlich errungenen Macht ihrem Demokratiebekenntnis treu bleiben? An dieser Frage wird sich entscheiden, ob der „Arabische Frühling“ nicht in eine Ära neuer Diktaturen, diesmal unter islamistischen Vorzeichen, mündet.
Ein Jahr nach dem Sturz Ben Alis und Mubaraks erscheint Irans&nbsp; politische Landschaft in schier gespenstischer Weise vom „Arabischen Frühling“ unberührt. Zur welcher Perfektion das islamische Regime seine Repression entwickelt hat, bewies der Jahrestag der brutalen Niederschlagung einer Solidaritätskundgebung Tausender Iraner mit Ägypten und Tunesien am 14. Februar. Es sollte ein Großkampagne iranischer Massen für die Freilassung aller &nbsp;politischen Gefangenem werden und ein Ende des einjährigen Hausarrests für die Führer der „Grünen Bewegung“, Mussawi, dessen Frau Zahra Rahnavard und Karrubi. Das Regime schickte ein gigantisches Aufgebot an Sicherheitskräften in die Straßen, bedrohte Anhänger der „Grünen Bewegung“ durch &nbsp;eine neue Phase sog. „kreativer Repression“ über das Internet und nahm „vorbeugend“ zahlreiche Aktivisten fest. Dass sich einige dennoch nicht einschüchtern ließen zeigt, dass es dem Regime bis heute nicht gelungen ist, die Kraft der reformorientierten Opposition vollends zu brechen. Vor allem Studenten, die&nbsp; die Schläge der Bassidsch 2009 und 10 in voller Wucht ertragen mußten, zeigen&nbsp; immer noch Widerstandsgeist und Mut. Nur eine Szene sei erwähnt. Als Hossein Shariat-Madari, der prominente Herausgeber der regimetreuen Tageszeitung „Kayhan“ und enger Vertrauter Khameneis, am 11. Dezember in einer Teheraner Universität mit Studenten zusammentraf, begrüßte ihn eine feindselige Menge mit Plakaten mit der Aufschrift „Kayhan, faschistisches Medium“ und hielt ihm Fotos von Majid Tavakoli entgegen, dem bekanntesten seit 2009 im Gefängnis sitzenden Symbol der schwer angeschlagenen Studentenbewegung.
Ungeachtet solcher Zwischenfälle erscheint die politische Landschaft im Iran aber eingefroren. Die dynamischsten Diskussionen heute führen nicht Anhänger der Opposition und des Regimes, sondern islamistische Hardliner, gemäßigtere und radikalere Konservative, d.h. das herrschende erzkonservative Lager miteinander. Reformen, politische Öffnung, Liberalisierung, ein Ende der Repressionen – das ist nicht das Thema im heutigen Iran. Ganz im Gegenteil. Khamenei setzt alles daran, seine Macht als theokratischer Despot zu stärken und dabei versucht er zunehmend seinem ehemaligen Schützling Präsident Ahmadinedschad , der das Unglaubliche wagte, nämlich die Autorität des „Geistlichen Führers“ herauszufordern, den Boden abzugraben. Die für 2. März geplanten Parlamentswahlen sollen nach den Vorstellungen Khameneis und den ihm ergebenen erzkonservativen „Prinzipalisten“ ein Abgeordnetenhaus ohne der Ahmadinedschad-Fraktion aber auch ohne oppositionellen Reformern hervorbringen. Die entsprechenden Manipulationen im Vorfeld der Wahlen bewogen die Grüne Bewegung und deren Sympathisanten, diese ersten Wahlen seit 2009, zu boykottieren. Sie könnten Aufschluss über die Lebenskraft der Reform-Opposition geben, je nachdem wie viele Menschen in Protest gegen das Regime nicht zu den Wahlurnen schreiten, sondern durch die Straßen ziehen und damit dem Aufruf Grüner Führer folgen und versuchen, die Wahlen in einen „Kampf der Bürger gegen die Tyrannei“ zu verwandeln. Doch aus der Grünen Bewegung kommen keine Anleitungen zur Organisation einer solchen Kampagne. Khameneis Furcht vor solchen Demonstrationen aber, vorgeringer Wahlbeteiligung, die seine angeschlagene Legitimität, wie jene des Systems noch mehr untergraben würde, ist offensichtlich. Durch Appelle an die Bevölkerung, zu wählen und Drohungen an Oppositionelle, durch Blockierung der sozialen Netzwerke, des Internets und Mobiltelefone, versucht das Regime intensiv, ungestörte Wahlen und große Beteiligung zu garantieren. Die Angst, dass dies nicht gelingen könnte, ist so groß, dass Irans Führer auch Exil-Iraner, von denen einige zum Wahlboykott aufrufen oder andere „Anleitungen“ für Proteste erteilen, ins Visier nehmen und zu Methoden der 70er und 90er Jahre zurückzugreifen drohen, als sie Intellektuelle und andere Oppositionelle im In- und Ausland kaltblütig ermorden ließen.&nbsp;
Im&nbsp; allgemeinen aber ist die Stimmung im Land politisch zutiefst lethargisch – eine Folge nicht nur der scharfen Repressionen, sondern auch des zunehmend quälenden ökonomischen Drucks. Vor allem die iranische Mittelschicht, das Rückgrat der Reformbewegung, muss seit der drastischen Verschärfung der Sanktionen fast all ihre Kraft im täglichen Überlebenskampf einsetzen. Da bleibt wenig bis keine Kapazität für mutigen politischen Aktivismus. Und es wäre doch genau dieser, den der Westen unter Führung der USA durch die Sanktionen fördern und stärken wollte.
<b>Welche Kraft, wenn überhaupt, besitzen Reformbewegungen noch, gibt es überhaupt eine Chance auf einen „iranischen Frühling“?</b>
Im Gegensatz zu den arabischen Autokratien und Diktaturen, haben sich die Iraner in den vergangenen hundert Jahren mehrmals erhoben, um Freiheit, Selbständigkeit und Demokratie zu erkämpfen. &nbsp;Es ist daher logisch, dass die iranische Gesellschaft sozialen und demokratischen Werten schon lange weit größere Aufmerksamkeit schenkte als die arabische Region. Das berücksichtigte auch Khomeini, als er in die Verfassung das „republikanische„ Element – also vom Volk gewählte Institutionen – einbaute. Sukzessive allerdings verloren diese unter Khamenei ihren Handlungsspielraum. Doch erstmals hat 2009 die herrschende Elite, hat Khamenei offen und radikal einen Wahlausgang – ein für ihn unerwarteter Sieg eines populären Kandidaten – Mussawi – verhindert.
Die „Grüne Bewegung“, sie verdankt ihren Namen einer grünen Schärpe, die Ex-Präsident Khatami Mussawi zum Geschenk gemacht hatte,&nbsp; gegen die manipulierte Wiederwahl Ahmadinedschads spontan entstanden, verkörperte bald die frustrierten Sehnsüchte der Iraner nach Demokratie. Die Strategie der Gewaltlosigkeit, an der diese Bewegung bis heute festhält,&nbsp; ist nach Einschätzung des&nbsp; Soziologen Dariush Ashouri „Ausdruck einer neuen politischen Philosophie in der iranischen Gesellschaft“.&nbsp; „Die Grundlagen dieser Philosophie“ so stellte Ashouri laut rooz-online, einem reformorientierten Internetportal, bewundernd fest, „sind die Prinzipien von Toleranz und Pluralismus. Dies“ – ich zitiere – „lässt eine enorme Weiterentwicklung der iranischen Gesellschaft erkennen, die umso größere Bedeutung besitzt, als diese Bewegung mit einem Regime konfrontiert ist, das genau gegensätzliche Ansichten vertritt und sich in völlig konträrer Weise verhält.“ &nbsp;Mit einem Schlag strahlte vom Iran das Leuchtfeuer demokratischer Hoffnung über die gesamte von Autokraten und Despoten gequälte arabische Welt.
Zweieinhalb Jahre später aber ist die „Grüne Bewegung“ in ihrer ursprünglichen Form Geschichte. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die intensive Repression hat einen hohen Zoll gefordert. Eine zutiefst amorphe Bewegung&nbsp; mit Führern, die sich von Aktivisten treiben ließen, statt diese zu leiten, konnte sich nicht – im Gegensatz etwa zur ägyptischen Demokratie-Bewegung – auf eine zentrale Forderung einigen. Die verschiedenen Gruppen, säkularen, religiösen, riefen Slogans, die von der Frage reichten „Wo ist meine Stimme“ über „Ahmadinejad ist nicht mein Präsident“ bis schließlich zu „Nieder mit der islamischen Republik“. Die Bewegung wurde von religiösen „Grünen“ dominiert, die wie ihre Führer Mussawi und Karrubi Reformen innerhalb der Verfassung erstrebten und – immerhin beide einst Mitstreiter Khomeinis – an den Grundfesten der „Islamischen Republik“ nicht rütteln wollten, während säkulare „Grüne“ davon überzeugt sind, dass sich das Regime nicht von innen reformieren lasse, sondern in einem von Iranern eingeleiteten Prozess ausgewechselt werden müsse. Nicht nur versuchten einige der religiösen „Grünen“ darunter vor allem Khatami in altbewährter Methode, es sich nicht vollends mit Khamenei zu verscherzen., während Tausende Aktivisten in Gefängnissen Folterqualen erlitten.
Heute fragen sich demokratiehungrige Iraner konsterniert: Wie war es möglich, dass eine Million Ägypter ihren seit 30 Jahren herrschenden Autokraten stürzen konnten, während drei Millionen Iraner, die am 15. Juni 2009 in den Straßen von Teheran protestierten, nur Prügel einsteckten?
Es gibt zahlreiche Gründe für den Fehlschlag der „Grünen Bewegung“ . Vor allem fehlte ihr ein klarer Aktionsplan. Mussawi, zunächst wohl Führer wider Willen, benötigte viele Monate und die Erkenntnis ungeheuerlicher Brutalitäten des Regimes, um sich zu einem Manifest mit grob umrissenen – demokratischen – Zielen durchzuringen. Seit einem Jahr unter Hausarrest haben die drei Führer den Kontakt zu ihren Anhängern de facto verloren.&nbsp;
Durch die massiven Repressionen wurde die intellektuelle Landschaft des Irans empfindlich geschwächt. Das Regime konnte zwar die Massenproteste in den Straßen stoppen, doch die Quelle der tiefen Unzufriedenheit unter großen Teilen der Bevölkerung konnte es nicht zum Versiegen bringen. Ganz im Gegenteil. Die Kräfteverhältnisse innerhalb der iranischen Führung haben sich verschoben. Khamenei hat, zur Absicherung seiner autokratischen Macht, die Revolutionsgarden gestärkt, das Regime de facto militarisiert und die Zügel noch viel fester gezogen.
In dieser Situation ist die „Grüne Bewegung“&nbsp; in eine Phase der Gewissenserforschung eingetaucht. Nach der Festnahme Mussawis, Karrubis und deren Frauen hat sich ein „Koordinationsrat des Grünen Pfades der Hoffnung“ gebildet, der gelegentlich Botschaften über Internet verbreitet. Bis heute aber konnte man sich nicht auf klare Ziele einigen. Einige „Grüne“ &nbsp;erwägen eine Aussöhnung mit Khamenei, wie sie Khatami angeboten hatte; andere wollen die Trennung von Mussawi, der durch seine Weigerung, Khamenei zu kritisieren und sein Festhalten an Reformen innerhalb der Verfassung viel an Glaubwürdigkeit eingebüßt hat;&nbsp; eine andere Gruppe versucht unter Anleitung Mussawis – soweit dies, angesichts des Hausarrests, überhaupt noch möglich ist, Prinzipien und Ziele zu erarbeiten. Sie fordern eine Regierung, die sich voll auf den Willen des Volkes stützt, Verfassungsreformen, die Achtung von Menschenrechten nach internationalem Standard, Gleichheit aller vor dem Gesetz, unabhängig von Geschlecht, Religion und Ideologie, sowie eine Trennung religiöser von staatlichen Institutionen.
Niemand vermag derzeit die Stärke der Reform-Opposition abzuschätzen. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi aber ist davon überzeugt, je länger die Repression andauert und je schärfer sie wird, desto mehr Iraner würden mit jenen, die einen Regimewechsel erstreben, sympathisieren. Fest steht, auch wenn Irans Demokratie-Aktivisten kaum noch sichtbar sind, ihr Ende ist nicht gekommen. Aus der Asche dieser Strömung kann sehr wohl eine noch mutigere, noch entschlossenere Oppositionskraft geboren werden. Sie hat gewiß einen beträchtlichen Teil der gebildeten Jugend hinter sich&nbsp; - &nbsp;und das ist eine starke Kraft, denn drei Fünftel der Iraner – mehr als 30 Millionen – sind heute unter 30.&nbsp;
Ein Regime, das sein Überleben auf Angst und Einschüchterung aufbaut, sieht sich beständig der Gefahr ausgesetzt, dass – wie es sich etwa in dem noch repressiveren Syrien zeigte – der Moment kommt, in dem die gequälten Massen die Mauer der Furcht durchstoßen.&nbsp; Wie sehr Khamenei dies verängstigt, beweist sein schier verzweifeltes Bemühen, mit Hilfe eines Massenaufgebots an Sicherheitskräften auch schon die kleinste Ansammlung von Menschen zu verhindern.
Langfristig steht aber wohl fest, dass die großen Herausforderungen der iranischen Gesellschaft nur in einer demokratischeren Umwelt zu bewältigen sind. Zu diesen Herausforderungen zählen neben der Jugend, die das Internet besonders geschickt zu nutzen weiß, eine starke und selbstbewusste Frauenbewegung, strukturelle ökonomische Probleme (hohe Arbeitslosigkeit und Inflation), dringend nötige Investitionen im Öl- und Gassektor und ein schwer angeschlagener Privatsektor.
Doch bis es so weit ist, kann noch viel Zeit vergehen. Denn im Gegensatz zu den Ländern des Arabischen Frühlings, hatten die Iraner ja schon ihre Revolution (1979) und dazu dann noch den achtjährigen, ihnen vom Irak aufgezwungenen und besonders verlustreichen Krieg. Diese Tragödien haben sie gelehrt, dass&nbsp; Revolutionen in eine Katastrophe münden, wenn die Alternative zu dem zu stürzenden System nicht klar zu erkennen ist. (Wir erleben das gerade etwa in Libyen). In dieser Phase steht das Land heute. Der massive internationale Druck wegen Irans Atompolitik, die wachsenden wirtschaftlichen Nöte aufgrund der Sanktionen blockieren aber jede Entwicklung &nbsp;einer Alternative. Die größte Gefahr für die vom Regime verfolgten Reformer und Demokraten kommt von außen.&nbsp; Ich möchte mit einem Wort von Shirin Ebadi schließen: „Diktatoren“, so sagte die angesehene Juristin jüngst, „begrüßen es durchaus von ausländischen Kräften (militärisch) attackiert zu werden, denn dies bietet ihnen die Möglichkeit, unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit, Oppositionskräfte vollends auszuschalten.“
<i>Die Journalistin und&nbsp;Mittel-Ost-Expertin&nbsp;<b>Birgit Cerha</b>&nbsp;hat jahrelang als Korrespondentin aus der Region&nbsp;für zahlreiche führende deutschsprachige Zeitungen („Die Zeit“, „Die Weltwoche“, „Handelsblatt“, „Die Welt“, „Frankfurter Rundschau“) geschrieben. Sie&nbsp;hat&nbsp;<b><link http://www.ifamo.info/index.php?a=14 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">IFAMO</link>&nbsp;</b>&nbsp;(<b>I</b>nformation,&nbsp;<b>F</b>orschung,&nbsp;<b>A</b>nalyse&nbsp;<b>M</b>ittlerer&nbsp;<b>O</b>sten)&nbsp;ins Leben gerufen.<br /><b>IFAMO</b>&nbsp;publiziert umfangreiche Analysen und Hintergrundinformationen zu aktuellen Problem- und Entwicklungsbereichen des Mittleren Ostens. Ziel ist es, die Zusammenhänge politischer, sozialer, ökonomischer und kultureller Entwicklungen und die Ursache von Krisen in anschaulichem Stil ausführlicher zu erläutern, als dies die Medien im Allgemeinen vermögen. Im Sinne einer Friedensförderung will IFAMO einen Beitrag zum besseren Verständnis für diese wichtige Region und ihre explosiven Konflikte leisten.</i>
Link:&nbsp;<link http://www.ifamo.info/index.php?a=14 _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.ifamo.info</link>]]></content:encoded>
			<category>_Politik &amp; Gesellschaft</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 20:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Brückenbauerin zwischen den Kulturen</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///brueckenbauerin-zwischen-den-kulturen/</link>
			<description>Rezension zu Barbara Naziris Buch „Grüner Himmel über schwarzen Tulpen“</description>
			<content:encoded><![CDATA[Barbara Naziri ist Deutsche mit iranischen Wurzeln. Sie ist eine talentierte Geschichtenerzählerin und verknüpft diese Gabe geschickt mit ihrem Anliegen als Kämpferin für die Menschenrechte. Wie sie tägliche Begebenheiten während ihrer Besuche im Iran und Aufenthalte daheim in Hamburg sensibel, wortgewandt und poetisch vermittelt, ist literarisch fein gewoben.
Ihr Buch „Grüner Himmel über schwarzen Tulpen“ ist spannend wie ein Krimi und liest sich in einem Flutsch. Trotz des geschilderten Grauens unter dem Druck der Ayatollah-Despotie, ist es dort, wo es verantwortbar ist, heiter, geistreich, humor- und hoffnungsvoll. Ihre Beobachtungsgabe ist beeindruckend. Ihre Notizen sind nicht ungefährlich und sie muss behutsam damit umgehen, denn sie ist Ereignissen ausgesetzt, die oft Kapriolen schlagen. Mit wachen Augen und scharfem Verstand seziert sie das politische Unrechtsystem Irans und die Einseitigkeit westlicher Medien sowie die Arroganz der Regimeanhänger, die selbst bis nach Deutschland reicht. Sie schildert die mannigfaltigen Dramen um ein geschundenes Volk, entrechtete Frauen, verschwundene Oppositionelle, Chaos und Niedergang eines zuvor kulturgesegneten Landes. Als Leser gewinnt man den Eindruck, die Autorin wirke auf Ereignisse geradezu wie ein Magnet. Alle Begebenheiten stehen offenbar Schlange, um von ihr erlebt und geschildert zu werden. Für Barbara Naziri liegt der Stoff auf der Straße. So wie der Müll, der nur recycelt werden muss.
Gegen die Autorin komme ich mir wie ein müder Pilger mit erheblicher Sehschwäche vor, und ich bin mir sicher, dass ich in ihrer Begleitung niemals unbeschadet zurückkäme. Sie scheint einen nicht kaputtbaren Schutzengel zu haben. Der meine wäre völlig überfordert. Dass sie selbst immer wieder teilgeschoren davon kommt, muss daran liegen, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist. Vielleicht aber erlebe ich ja genau so viel und vermag nur nicht, es so ausdrucksstark in Worte zu fassen. Das Buch zwingt mich immerhin, mir darüber Gedanken zu machen.
Barbara Naziri, für Freunde Bary, ist eine Frauenrechtlerin par excellence. Nicht eine, deren Aktivismus sich in Deutschland risikolos für die Anhebung der Frauenquote austobt oder für neue deutsche Schreibweisen à la „StudentInnen“, sondern eine, die immer wieder vor Ort der Diktatur geht und Risiken in Kauf nimmt. Seien es ernsthafte Bedrängnisse durch zudringliche Machos im Allgemeinen oder selbstgerechte geistliche Fanatiker und Mitläufer im Besonderen. Dass sie sich nebenher auch noch um geschundene Tiere und vermüllte Natur erregen muss, passt zu ihr. Alles oder nichts. Ungerechtigkeiten bringen ihr Blut zum Wallen. Oder zum Singen. Je nachdem. Vor allem zum Schreiben.
„Grüner Himmel über schwarzen Tulpen“ fügt 1001 Nacht eine weitere Nacht-Geschichte hinzu. Eine Geschichte aus dem Leben. Mit Höhen und Tiefen. Ich empfinde sie als wichtiges, lesenswertes Zeitdokument. Es scheint mir geeignet, Iranern im Heimatland und im Exil Kraft und Hoffnung zu vermitteln. Hätte ich Barys sensiblen Schreibstil, dann wären meine Bücher längst Bestseller.
<i>Rüdiger Nehberg,&nbsp;</i><i>26.&nbsp; April 2011</i>
Mit freundlicher Genehmigung der Autorin Barbara Naziri.<br />Quelle:&nbsp;<link http://barbara-naziri.npage.de/rezensionen-zu-gruener-himmel-ueber-schwarzen-tulpen/ruediger-nehberg-brueckenbauerin-zwischen-den-kulturen.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Homepage B. Naziri</link>]]></content:encoded>
			<category>_Bücher</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 20:31:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Konferenz in Wien: Iran - Land der Vielfalt: Auswirkungen des arabischen Frühlings auf Iran</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///konferenz-in-wien-iran-land-der-vielfalt-auswirkungen-des-arabischen-fruehlings-auf-iran-1/</link>
			<description>Beitrag für die Konferenz vom 18. Februar 2012 in der HTL in Wien. Weitere Sprecher Birgit Cerha,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie man auch dem Titel der Veranstaltung entnehmen kann, ist der Iran ein Land der Vielfalt. Im Vielvölkerstaat Iran leben Nationalitäten wie Perser, Azeri-Türken, Kurden, Belutschen, Araber, Turkmenen sowie einige weitere religiöse und ethnische Gemeinschaften wie Juden, Armenier, Christen, Bahais, Derwische etc.
Unter dem Regime der Islamischen Republik&nbsp; wird bekanntlich jeder, der nicht bereit wäre, sich willenslos der Herrschaft der Machhaber zu fügen, unterdrückt und muss leiden.&nbsp;Die nicht-persischen Völker sind jedoch doppelter Unterdrückung und Diskriminierung ausgesetzt:&nbsp;Sie werden, obwohl sie etwa 2/3 der iranischen Bevölkerung ausmachen, „Minderheiten“ genannt und ihnen jegliche nationale, politische und Menschenrechte vorenthalten.&nbsp;Deren Sprachen sind nach wie vor&nbsp; verboten. In allen Schulen und sämtlichen Bildungsinstitutionen des Landes darf ausschließlich in persischer Sprache unterrichtet werden.
Und so wird den Kindern der marginalisierten Völker das elementare Menschenrecht auf den muttersprachlichen Unterricht vorenthalten.
Die religiös-nationalistische Diktatur der Islamischen Republik hat in den letzten Jahren die Repressalien und Diskriminierung gegen die nicht-persischen Völker dramatisch verschärft.&nbsp;
Also um diesem Zustand entgegen zu wirken, um ihre politischen Aktivitäten effektiver zu koordinieren und gemeinsam und mit vereinten Kräften gegen die Unterdrückung und für die Verwirklichung ihrer Rechte zu kämpfen, haben sieben politische Parteien am 10. Februar 2005 den „Kongress der Nationalitäten für einen föderalen Iran“ gegründet.
Im Laufe der vergangenen sieben Jahre haben sich 11 weitere Parteien und Organisationen dem Kongress angeschlossen.
Von Seiten des islamischen Regimes und des persischen Nationalisten-Lagers wird unsrem Kongress unterstellt, separatistische Tendenzen zu verfolgen, daher möchte ich kurz auf die politischen Ziele des Kongresses der Nationalitäten für einen föderalen Iran eingehen:
Ø&nbsp; Der Kongress tritt für eine demokratische und politische Lösung der Nationalitäten-Frage im Rahmen des iranischen Staates ein.
Wir sind ein Teil des Iran, wollen es bleiben und gemeinsam die Schaffung eines demokratischen, säkularen und föderalen Iran an streben.
Ø&nbsp; Der Kongress glaubt an die Gleichberechtigung aller im Iran lebenden Völker und religiöse Gemeinschaften sowie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann.
Ø&nbsp; Die im Kongress vertretenen Parteien sind der Ansicht, dass nur in einem demokratischen und föderalen Iran sowohl die territoriale Integrität des Landes gewahrt bleibt, als auch die nationalen und Menschenrechte der nichtpersischen Völker verwirklicht werden können.
Ø&nbsp; Der Kongress sucht die Freundschaft und eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen demokratisch gesinnten persischen Parteien und Organisationen.&nbsp;
Ø&nbsp; Auf internationaler Ebene plädiert der Kongress für einen Iran, der in seiner Außenpolitik für Dialog und Völkerverständigung, für politische Lösungen von Konflikten, gegen den Terrorismus und für einen Atomwaffenfreien Naher Osten eintritt.
<b>Nun einige Worte zu möglichen Auswirkungen des Arabischen Frühlings auf den Iran und unserer Aufgabe</b>
Es sei darauf hingewiesen, dass im Iran der Kampf für Freiheit und gegen die Diktatur vergleichsweise auf eine längere Tradition zurückblicken kann als in vielen anderen Ländern der Region.
Ich erinnere nur an die Protestbewegung nach den Präsidentschaftswahlen 2009, also vor dem arabischen Frühling.
Die Ereignisse und Entwicklungen in den arabischen Ländern werden dennoch nicht einfach an Iran vorbei gehen, ohne Spuren zu hinterlassen.
Allerdings, in wieweit und in welchem Ausmaß sie die Verhältnisse im Iran beeinflussen werden, hängt von einigen Faktoren ab:
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ausschlaggebend wird sein der Erfolg und Misserfolg der Demokratiebewegung in den arabischen Staaten, die sich derzeit im Umbruch befinden.
Wichtig ist ebenfalls, wie tiefgreifend politische und wirtschaftliche Reformen in den (autoritär regierten) Staaten der Region ausfallen und ob die versprochenen Reformen umgesetzt werden?
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Von zentraler Bedeutung wäre die Frage, In wieweit die I.R. und andere&nbsp; antidemokratischen Kräfte in der Lage sein werden, die Freiheitsbewegung in den einzelnen Ländern zu sabotieren, sie von ihrem ursprünglichen Ziel abzubringen und die weiteren Entwicklungen in ihrem Sinne zu manipulieren oder beeinflussen.
Denn die Ausbreitung von Freiheit und Demokratie in der Region und der immer lauter werdende Ruf nach Selbstbestimmung und freien Wahlen machen den iranischen Machthabern und anderen Diktatoren enorme Sorgen. Deshalb werden sie mit allen Mitteln versuchen, die Freiheitsbewegung in der Region in die falsche Richtung zu lenken bzw. zu unterbinden.
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Maßgeblich ist ferner die Nahostpolitik des Westens: Ob der Westen bereit ist, seine Politik des Doppelstandards hinsichtlich der Demokratie und Menschenrechte zu revidieren? In wieweit ist die Etablierung von Demokratie und Menschenrechte in der Region mit den Interessen des Westens vereinbar?
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Entscheidend ist natürlich das Verhalten der iranischen Opposition: Vor allem in zwei Fragen ist ein Durchbruch wesentlich:&nbsp;
Ob sich die persische Opposition zu einer demokratischen Lösung der Nationalitäten-Frage findet?
Ob die Opposition allgemein, uns eingeschlossen, es schafft, sich auf eine Roadmap, auf eine politische Plattform zu einigen und sich als eine glaubhafte demokratische Alternative zu präsentieren, im Inland und auf internationaler Ebene.
Wie eingangs erwähnt, die iranischen Völker können so oder so die brutale Herrschaft der Islamischen Republik nicht länger dulden und werden sich früher oder später gegen das repressive und korrupte Regime erheben.
Denn alle Faktoren, die in den arabischen Ländern zu Protestbewegungen und&nbsp; Revolutionen geführt haben, sind auch im Iran vorhanden!
Die Islamische Republik hat das Land innen- und außenpolitisch in eine noch nie da gewesene vielseitige Krise gestürzt. Deshalb stehen auch dem Iran tiefgreifende Veränderungen bevor.&nbsp;&nbsp;
Der arabische Frühling kann also den Aufstand der IranerInnen gegen die Unterdrückung und Diskriminierung nur beschleunigen.
Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, sonst laufen wir Gefahr, wieder einmal als Verlierer dazustehen und die Chance zu verpassen, Demokratie in Unserem Land&nbsp; herzustellen.
Die Zeit drängt und wir haben nicht viele Alternativen, genauer gesagt, es gibt nur zwei Alternativen, eine schlechte und eine gute
1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir streiten und verleugnen einander weiter. Das wird zur Folge haben, dass die I.R. ihr Unwesen weiter treibt und das Land in eine Katastrophe führt.
Denn unter brutaler Herrschaft der I.R. wird die iranische Gesellschaft mit Sicherheit zum Explodieren kommen. Vor allem werden die nichtpersischen Völker die immer unerträglich werdende Unterdrückung und Diskriminierung nicht länger hinnehmen können.
Bei einem eventuellen Bürgerkrieg, der unter der Diktatur des islamischen Regimes immer wahrscheinlicher scheint, werden wir alle verlieren, es wird keine Gewinner geben.
2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir respektieren uns gegenseitig und entscheiden uns dafür, gemeinsam Demokratie und Menschrechte in unserem Land herzustellen.&nbsp;&nbsp;
Das setzt aber im iranischen Vielvölkerstaat voraus, dass die politischen und kulturellen Rechte der nichtpersischen Völker in einem föderalen System anerkennt werden.
Für den Kongress ist verständlicherweise die Glaubwürdigkeit von politischen Gruppierungen hinsichtlich der Demokratie und Menschenrechte an ihrer Einstellung zur Nationalitäten-Frage zu messen.
Es ist absurd und scheinheilig, nach außen hin für Demokratie und Menschenrechte zu werben, in der Tat jedoch sich weigern, aus welchen Gründen immer, die Identität und die politischen Rechte vom Großteil der Bevölkerung anzuerkennen und zu respektieren.
Die Nationalitäten-Frage wird in Zukunft alle politischen Fragen und Entwicklungen stark beeinflussen.&nbsp;
Wer glaubt, ohne die angemessene Beteiligung der nicht-persischen Völker den Iran demokratisch gestalten zu können, der irrt sich gewaltig und spielt mit der Einheit des Landes.
Die Lage ist ernst. Um die heutige Diktatur durch ein demokratisches System ersetzen, einen dauerhaften Frieden und die Stabilität unseres Landes gewehrleisten zu können, scheint die Verständigung und eine funktionierende Kooperation zwischen den demokratischen Kräften des Iran notwendiger denn je.
An dieser Stelle möchte ich im Namen des CNFI noch einmal unseren Wille und unsere Bereitschaft zu Dialog und Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien und Persönlichkeiten des Landes unterstreichen.
Abschließend&nbsp; möchte ich feststellen, dass Die Demokratisierung des Irans nicht nur eine iranische Angelegenheit ist und nicht nur die Sache der IranerInnen ist. Dies ist genauso im Interesse des Westens, dass Iran ein demokratischer Staat wird .
Die Demokratisierung des Irans bedeutet nämlich ein entscheidender Schlag gegen den internationalen Terrorismus, gegen den Extremismus und sie wird weitgehend zum Frieden und zur Stabilität im Nahen Osten beitragen.
Zur Demokratisierung des Irans gibt es also keine Alternative und ich bin überzeugt, dass wir, die iranischen Völker,&nbsp; gemeinsam und mit Ihrer moralischen Unterstützung die Diktatur der I.R. bezwingen und unser Land demokratisieren können.&nbsp;In diesem Sinne danke ich für Ihre Aufmerksamkeit]]></content:encoded>
			<category>_Politik &amp; Gesellschaft</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 17:33:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>OMID ist mein NAME – und der steht für HOFFNUNG</title>
			<link>http://www.mehriran.de/artikel/datum///omid-ist-mein-name-und-der-steht-fuer-hoffnung/</link>
			<description>Erinnerungsstücke an GEFÄNGNIS und FLUCHT, Iran 1981-1988 - 11.März — 31.Oktober 2012 //...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Ich bin unerzählt in der Geschichte Irans - dem Land, für dessen Freiheit meine Eltern ihr Leben opferten, als sie so alt waren, wie ich es nun bin. &nbsp;Ihre Geschichte wurde mir von ihren Weggefährten erzählt, Überlebende überreichten &nbsp;mir ihre Geschenke. &nbsp;Ich bewahre sie; auch den Namen, den meine Eltern mir geschenkt haben: Omid - Hoffnung!</i>
Die Ausstellung ist bemüht, für die persönlichen Erinnerungen an eine Epoche der erbarmungslosen Repression im Iran einen angemessenen Raum zu öffnen - einen Raum des öffentlichen Gedenkens und zugleich der intimen Trauer, wo das Erinnern zu einem Akt der Aufklärung wird, aber auch die unmittelbare Wahrnehmung der Tragödie ermöglicht.&nbsp;Der Gang durch die Ausstellung beginnt mit dem „Raum der Gegenwart“, wo junge Iraner von ihren Erinnerungen erzählen:&nbsp;&nbsp;Davon, wie sie als Kinder ihre Angehörigen im Gefängnis besuchten, und wie viele von ihnen die Nachricht von deren Hinrichtungen entgegennehmen&nbsp;&nbsp;mussten. Davon, wie sie von ihren verfolgten Eltern auf die Flucht mitgenommen wurden und später in Europa aufwuchsen. Sie gehen den Spuren ihrer Erinnerungen nach&nbsp;&nbsp;und erzählen von der Last und dem Wert solcher Erinnerungen für ihre Gegenwart.&nbsp;Eine junge Frau, die ihre Haftzeit in Form kleiner Zeichnungen festgehalten hat, stellt diese in einem Filmbeitrag vor. Auch sie lebt heute in Europa und hält die Erinnerung an diese Epoche wach.&nbsp;Die Ausstellung führt uns weiter zum „Raum der Erinnerung“,&nbsp;&nbsp;an dessen Schwelle Namen zu hören sind. Es sind Abertausende und hinter jedem einzelnen steht das abgebrochene Leben eines hingerichteten Menschen.&nbsp;Diese Menschen haben ihre Liebe&nbsp;&nbsp;zum Leben auf kleine Stofffetzen gestickt, in Halsketten aus Dattelkernen geschnitzt, sie in Basteleien für ihre Kinder und in aus Geldmünzen geschliffene, bis jetzt von den Gefährtinnen getragene&nbsp;&nbsp;Amulette hineinfließen lassen.&nbsp;Eine Auswahl solcher Gegenstände -&nbsp;&nbsp;kleine Geschenke der Gefangenen an ihre Liebsten - sind im „Raum der Erinnerung“ zu sehen. Um sie betrachten zu können, muss man auf sie zugehen und mit gesenktem Haupt den Blick auf sie richten. Sie sind das Wertvollste, was die Hinterbliebenen besitzen. Diese fragilen Objekte bergen das Schöne in sich.&nbsp;In den Erinnerungsstücken aus der Zeit des Gefängnisses und der Flucht wird jene Quelle sichtbar, aus der sich der unerschöpfliche Lebenswille des Menschen und sein Verlangen nach Glück und Würde nährt. Auf dem Boden des Raumes sind authentische Zitate zu lesen, die durch die finsteren Zeiten des Schicksals dieser Menschen durchgesickert sind.&nbsp;Die Ausstellung OMID erzählt Geschichten, die den Rahmen der Realität und des Alltags hierzulande sprengen. Und doch sind es Geschichten junger Bürger dieses Landes. Sie kämpfen um Themen, die sie schier zerreißen. Die Ausstellung möchte diese Themen aufnehmen,&nbsp;&nbsp;in der Hoffnung, dass sie die Barrieren der Fremdheit durchbrechen und Teil des kollektiven Gedächtnisses werden.&nbsp;Diese Ausstellung möchte einen Kontext schaffen, der Schrecken und Schönheit, Vergangenheit und Gegenwart, Fremdem und Vertrautem in ihrer Wechselwirkung nachspürt.
http://www.jbs-anne-frank.de/news/aktuelles/]]></content:encoded>
			<category>_Aktionen</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 17:22:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>
